Buxheimer Orgelbuch – I

Anonimi (sec. XV): 7 composizioni dal Buxheimer Orgelbuch. Ton Koopman all’organo del triforio della Cattedrale di Metz.

  1. Praeambulum super G
  2. Kyrie Angelicum [0:58]
  3. Wolhin lass vögelin sorgen [4:38]
  4. Benedicite [5:38]
  5. Wach uff myn Hört (da Oswald von Wolkenstein) [8:56]
  6. Annabasanna [10:24]
  7. Luffile [12:29]

🇮🇹 Buxheimer Orgelbuch significa libro (Buch) per organo (Orgel) di Buxheim: si tratta di una raccolta manoscritta di composizioni organistiche redatta intorno al 1460-70 per il Priorato di Buxheim (presso Memmingen, in Baviera). Questa silloge costituisce uno dei più importanti documenti relativi alle origini della musica strumentale — se si escludono pochi esempi di com­po­si­zio­ni destinate a accompagnare la danza, prima del­la fine del Medioevo la tradizione musicale scritta riguarda pressoché esclu­si­va­mente il repertorio vocale. Il Buxheimer Orgelbuch contiene 256 brani, alcuni dei quali sono trascrizioni di chansons e Lieder di autori coevi o dell’epoca im­me­dia­ta­men­te precedente.

🇬🇧 The Buxheimer Orgelbuch (Buxheim Organ Book) is a manuscript anthology of organ pieces created around 1460-70 for the Buxheim Charterhouse (near Memmingen, Bavaria). This collection is one of the most impor­tant documents relating to the origins of instrumental music — if we exclude a few examples of compositions conceived to accompany dance, before the end of the Middle Ages the written musical tradition concerned almost exclusively the vocal repertoire. The Buxheimer Orgelbuch contains 256 pieces, some of which are transcriptions of chansons and Lieder by contemporary or immediately preceding composers.

Una pastorella, un’oca e il trifoglio

Oswald von Wolkenstein (c1377 - 2 agosto 1445): Ain graserin durch kúlen tau. Ensemble für frühe Musik Augsburg.

Ain graserin durch kúlen tau
mit weissen, blossen fússlin zart
hat mich erfreut in grúner au;
das macht ir sichel brawn gehart,
do ich ir half den gattern rucken,
smucken fúr die schrencken,
lencken, sencken in die seul,
wolbewart, damit das freul
hinfúr an sorg nicht fliesen möcht ir gensel.

Als ich die schön her zeunen sach,
ain kurze weil ward mir ze lanck,
bis das ich ir den ungemach
tett wenden zwischen zwaier schranck.
mein häcklin klein hett ich ir vor
embor zu dienst gewetzet,
gehetzet, netzet; wie dem was,
schúbren half ich ir das gras.
«Zuck nicht, mein schatz!»
«Simm nain ich, lieber Jensel.»

Als ich den kle hett abgemät
und all ir lucken wolverzeunt,
dannocht gert si, das ich jät
noch ainmal inn der nidern peunt;
ze lon wolt si von rosen winden,
binden mir ain krenzel.
«Swenzel, renzel mir den flachs!»
«Treut in, wiltu, das er wachs!
herz liebe gans, wie schön ist dir dein grensel.»