Anton Webern (3 dicembre1883 - 1945): Im Sommerwind, idillio per grande orchestra (1904) ispirato dal poemetto omonimo di Bruno Wille. Berliner Philharmoniker, dir. Pierre Boulez.
Bruno Wille (1860 - 1928): Im Sommerwind, da Offenbarungen des Wacholderbaums, Roman eines Allsehers, 2 voll. (1901); riporto solo le parti prese in considerazione da Webern:
Es wogt die laue Sommerluft.
Wacholderbüsche, Brombeerranken
Und Adlerfarne nicken, wanken.
Die struppigen Kiefernhäupter schwanken;
Rehbraune Äste knarren;
Von ihren zarten, schlanken,
Lichtgrünen Schossen stäubt
Der harzige Duft;
Und die weiche Luft
Wallt hin wie betäubt.
Auf einmal tut sich lächelnd auf
Die freie sonnige Welt:
Weithin blendendes Himmelblau;
Weithin heitre Wolken zu Hauf;
Weithin wogendes Ährenfeld
Und grüne, grüne Auen…
[…]
O du sausender brausender Wogewind!
Wie Freiheitsjubel, wie Orgelchor
Umrauschest du mein durstiges Ohr;
[…]
Da wird mir leicht, so federleicht!
Die dumpfi g alte Beklemmung weicht;
All meine Unrast, alle wirren
Gedanken sind im Lerchengirren –
Im süßen Jubelmeer ertrunken!
Versunken
Die Stadt mit Staub und wüstem Schwindel!
Ertrunken
das lästige Menschengesindel!
Begraben der Unrat, tief versenkt
Hinter blauendem Hügel.
[…]
Weißt du, sinnende Seele,
Was selig macht?
Unendliche Ruhe!
[…]
Im Lerchenliede,
In Windeswogen,
In Ährenwogen!
Unendliche Ruhe
Am umfassenden Himmelsbogen!
