Gioiscano i cieli, esulti la Terra

Johann Sebastian Bach (1685 - 1750): Der Himmel lacht, die Erde jubilieret, cantata BWV 31 per il giorno di Pasqua (1ª esecuzione: 21 aprile 1715) su testi di Salomo Franck (I-VIII) e Nikolaus Herman (IX). Bach Ensemble, dir. Helmut Rilling.

  1. Sonata
  2. Coro: Der Himmel lacht, die Erde jubilieret [2:55]

    Der Himmel lacht! die Erde jubilieret
    Und was sie trägt in ihrem Schoß;
    Der Schöpfer lebt! der Höchste triumphieret
    Und ist von Todesbanden los.
    Der sich das Grab zur Ruh erlesen,
    Der Heiligste kann nicht verwesen.

  3. Recitativo (basso): Erwünschter Tag! sei, Seele, wieder froh [7:31]

    Erwünschter Tag! sei, Seele, wieder froh!
    Das A und O,
    Der erst und auch der letzte,
    Den unsre schwere Schuld in Todeskerker setzte,
    Ist nun gerissen aus der Not!
    Der Herr war tot,
    Und sieh, er lebet wieder;
    Lebt unser Haupt, so leben auch die Glieder.
    Der Herr hat in der Hand
    Des Todes und der Hölle Schlüssel!
    Der sein Gewand
    Blutrot bespritzt in seinem bittern Leiden,
    Will heute sich mit Schmuck und Ehren kleiden.

  4. Aria (basso): Fürst des Lebens, starker Streiter [9:44]

    Fürst des Lebens, starker Streiter,
    Hochgelobter Gottessohn!
       Hebet dich des Kreuzes Leiter
       Auf den höchsten Ehrenthron?
       Wird, was dich zuvor gebunden,
       Nun dein Schmuck und Edelstein?
       Müssen deine Purpurwunden
       Deiner Klarheit Strahlen sein?

  5. Recitativo (tenore): So stehe dann, du gottergebne Seele [12:11]

    So stehe dann, du gottergebne Seele,
    Mit Christo geistlich auf!
    Tritt an den neuen Lebenslauf!
    Auf! von des Todes Werken!
    Lass, dass dein Heiland in der Welt,
    An deinem Leben merken!
    Der Weinstock, der jetzt blüht,
    Trägt keine tote Reben!
    Der Lebensbaum lässt seine Zweige leben!
    Ein Christe flieht
    Ganz eilend von dem Grabe!
    Er lässt den Stein,
    Er lässt das Tuch der Sünden
    Dahinten
    Und will mit Christo lebend sein.

  6. Aria (tenore): Adam muss in uns verwesen [13:37]

    Adam muss in uns verwesen,
    Soll der neue Mensch genesen,
    Der nach Gott geschaffen ist.
    Du musst geistlich auferstehen
    Und aus Sündengräbern gehen,
    Wenn du Christi Gliedmaß bist.

  7. Recitativo (soprano): Weil denn das Haupt sein Glied [16:07]

    Weil dann das Haupt sein Glied
    Natürlich nach sich zieht,
    So kann mich nichts von Jesu scheiden.
    Muss ich mit Christo leiden,
    So werd ich auch nach dieser Zeit
    Mit Christo wieder auferstehen
    Zur Ehr und Herrlichkeit
    Und Gott in meinem Fleische sehen.

  8. Aria (soprano): Letzte Stunde, brich herein [17:11]

    Letzte Stunde, brich herein,
    Mir die Augen zuzudrücken!
    Lass mich Jesu Freudenschein
    Und sein helles Licht erblicken,
    Lass mich Engeln ähnlich sein!
    Letzte Stunde, brich herein!

  9. Corale: So fahr ich hin zu Jesu Christ [21:19]

    So fahr ich hin zu Jesu Christ,
    Mein’ Arm tu ich ausstrecken;
    So schlaf ich ein und ruhe fein,
    Kein Mensch kann mich aufwecken,
    Denn Jesus Christus, Gottes Sohn,
    Der wird die Himmelstür auftun,
    Mich führn zum ewgen Leben.

La figlia del re degli elfi

Niels Gade (22 febbraio 1817 - 1890): Elverskud, cantata per soprano, mezzosoprano, baritono, coro e orchestra op. 30 (1851-54); testi di Hans Christian Andersen, Christian Knud, Fredrik Molbech e Gottlieb Siesbye, da una ballata tradizionale danese. La Figlia del re degli elfi (soprano): Lisbeth Balslev; la Madre di Oluf (mezzosoprano): Edith Guillaume; Oluf (baritono): Mikael Melbye; Canzone Choir & Collegium Musicum, dir. Frans Rasmussen.

  • Prologo
  • Parte 1a: Vigilia di nozze [3:16]
  • Parte 2a: Notte di luna sul colle fatato [16:43]
  • Parte 3a: Mattino al castello di Oluf [28:44]
  • Epilogo [42:50]

Testo completo (v.o.): https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/8/89/Elverskud_NW_Gade_tekst.pdf
Prologo

La Cantata del caffè

Oggi vi propongo un breve ma efficace video divulgativo, pubblicato da Francesco Di Fortunato nel suo canale di YouTube Musica antica (for dummies) e dedicato alla genesi della Cantata del caffè (Schweigt stille, plaudert nicht BWV 211) di Johann Sebastian Bach, composta nel 1734 circa su testo di Picander, al secolo Christian Friedrich Henrici.

  1. scoperta e diffusione del caffè
  2. Bach a Lipsia [1:44]
  3. la Cantata del caffè [2:51]
  4. analisi musicale [3:38]
  5. i pregiudizi sul caffè [6:23]
  6. conclusione [8:12]

Dopodiché, ecco la Cantata del caffè in una pregevole interpretazione: Lucie Chartin, soprano (Liesgen); Jan-Willem Schaafsma, tenore; Mattijs van de Woerd, basso (Schlen­drian); membri della Nederlandse Bachvereniging, dir. e violino I Shunske Sato.

Mentre gli altri preparano la scena, ricostruendo (più o meno) il Cafè Zimmermann di Lipsia ove la cantata fu eseguita per la prima volta, gli strumentisti eseguono un brano di Telemann – così, giusto per scaldare i motori…

– Georg Philipp Telemann (1681 - 1767): Distrait, V movimento del Quartetto in mi minore per flauto traverso, violino, violoncello e basso continuo TWV43:e4 (1738).

  1. Schweigt stille (recitativo) [1:44]
  2. Hat man nicht (aria) [2:26]
  3. Du böses Kind (recitativo) [5:09]
  4. Ei! wie schmeckt (aria) [5:53]
  5. Wenn du mir nicht (recitativo) [10:33]
  6. Mädchen, die von harten (aria) [11:51]
  7. Nun folge (recitativo) [14:33]
  8. Heute noch (aria) [15:31]
  9. Nun geht (recitativo) [22:18]
  10. Die Katze läβt (terzetto) [23:09]

Testo

1. Rezitativ (Tenor)

Schweigt stille, plaudert nicht
Und höret, was itzund geschicht:
Da kömmt Herr Schlendrian
Mit seiner Tochter Liesgen her;
Er brummt ja, wie ein Zeidelbär;
Hört selber, was sie ihm getan!

1. Recitativo (Tenore)

Fate silenzio, non parlate,
e ascoltate che cosa succede:
ecco il signor Schlendrian
con sua figlia Liesgen;
brontola come un vecchio orso,
sentite da voi che cosa gli ha fatto!

2. Arie (Schlendrian)

Hat man nicht mit seinen Kindern
Hunderttausend Hudelei!
Was ich immer alle Tage
Meiner Tochter Liesgen sage,
Gehet ohen Frucht vorbei.

2. Aria (Schlendrian)

Non si hanno, con i figli,
che centomila grattacapi!
Ciò che sempre ogni giorno
ripeto a mia figlia Liesgen
se ne va via senza frutto.

3. Rezitativ (Schlendrian, Liesgen)

Du böses Kind, du loses Mädchen,
Ach! wenn erlang ich meinen Zweck:
Tu mir den Coffee weg!
Herr Vater, seid doch nicht so scharf!
Wenn ich des Tages nicht dreimal
Mein Schälchen Coffee trinken darf
So werd ich ja zu meiner Qual
Wie ein verdorrtes Ziegenbrätchen.

3. Recitativo (Schlendrian, Liesgen)

– Bambina cattiva, ragazzaccia,
ah!, quando vorrai obbedirmi,
fa’ sparire quel caffè!
– Signor padre, non siate così severo!
Se tre volte al giorno
non bevo la mia tazzina di caffè,
per mia disgrazia mi trasformo
in un arrosto di capra rinsecchito.

4. Arie (Liesgen)

Ei! wie schmeckt der Coffee süße,
Lieblicher als tausend Küsse,
Milder als Muskatenwein.
Coffee, Coffee muss ich haben,
Und wenn jemand mich will laben,
Ach, so schenkt mir Coffee ein!

4. Aria (Liesgen)

Oh, com’è dolce il caffè,
più soave di mille baci,
più amabile del moscato!
Caffè, caffè io devo avere;
e se qualcuno mi vuole compiacere,
ah!, mi versi del caffè!

5. Rezitativ (Schlendrian, Liesgen)

– Wenn du mir nicht den Coffee lässt,
So sollst du auf kein Hochzeitfest,
Auch nicht spazierengehn.
– Ach ja!
Nur lasset mir den Coffee da!
– Da hab ich nun den kleinen Affen!
Ich will dir keinen Fischbeinrock nach itzger Weite schaffen.
– Ich kann mich leicht darzu verstehn.
– Du sollst nicht an das Fenster treten
Und keinen sehn vorübergehn!
– Auch dieses; doch seid nur gebeten
Und lasset mir den Coffee stehn!
– Du sollst auch nicht von meiner Hand
Ein silbern oder goldnes Band
Auf deine Haube kriegen!
– Ja, ja! nur lasst mir mein Vergnügen!
– Du loses Liesgen du,
So gibst du mir denn alles zu?

5. Recitativo (Schlendrian, Liesgen)

– Se non smetti di bere il caffè
non andrai più a una festa di nozze
e nemmeno a passeggiare.
– Ah va bene!
Purché mi lasciate il caffè!
– Ora ti tengo, scimmietta!
Non avrai più nemmeno una crinolina,
fatta come moda comanda.
– Posso anche farne a meno.
– Non potrai più stare alla finestra
a guardare la gente che passa!
– Va bene anche questo. solo vi prego
di non toglierrmi il caffè!
– E da me non avrai più
nastri d’argento né d’oro
per il tuo cappello!
– Sì, sì! Ma lasciatemi il mio piacere!
– Discola d’una Liesgen,
accetterai dunque qualsiasi punizione?

6. Arie (Schlendrian)

Mädchen, die von harten Sinnen,
Sind nicht leichte zu gewinnen.
Doch trifft man den rechten Ort,
O! so kömmt man glücklich fort.

6. Aria (Schlendrian)

Le ragazze dalla testa dura
non son facili da domare.
Ma se si tocca il tasto giusto
Oh!, allora se ne viene a capo!

7. Rezitativ (Schlendrian, Liesgen)

– Nun folge, was dein Vater spricht!
– In allem, nur den Coffee nicht.
– Wohlan! so musst du dich bequemen,
Auch niemals einen Mann zu nehmen.
– Ach ja! Herr Vater, einen Mann!
– Ich schwöre, dass es nicht geschicht.
– Bis ich den Coffee lassen kann?
Nun! Coffee, bleib nur immer liegen!
Herr Vater, hört, ich trinke keinen nicht.
– So sollst du endlich einen kriegen!

5. Recitativo (Schlendrian, Liesgen)

– Obbedisci al volere di tuo padre!
– Farò ogni cosa, salvo che per il caffè.
– Molto bene! Allora ti dovrai rassegnare
a non prendere mai marito!
– Oh, sì! Signor padre, un marito!
– Ti giuro che non l’avrai.
– Se non smetto di bere caffè?
Allora, caffè, rimani dove sei!
Padre, ascoltate, non ne berrò più.
– E così alla fine potrai avere un marito!

8. Arie (Liesgen)

Heute noch,
Lieber Vater, tut es doch!
Ach, ein Mann!
Wahrlich, dieser steht mir an!
Wenn es sich doch balde fügte,
Dass ich endlich vor Coffee,
Eh ich noch zu Bette geh,
Einen wackern Liebsten kriegte!

8. Aria (Liesgen)

Oggi stesso,
caro padre, fatelo!
Ah, un marito!
Davvero fa per me!
Oh, accadesse presto
che finalmente, invece del caffè,
prima di andare a letto
trovassi un fiero amore!

9. Rezitativ (Tenor)

Nun geht und sucht der alte Schlendrian,
Wie er vor seine Tochter Liesgen
Bald einen Mann verschaffen kann;
Doch, Liesgen streuet heimlich aus:
Kein Freier komm mir in das Haus,
Er hab es mir denn selbst versprochen
Und rück es auch der Ehestiftung ein,
Dass mir erlaubet möge sein,
Den Coffee, wenn ich will, zu kochen.

9. Recitativo (Tenore)

Ora il vecchio Schlendrian va e cerca,
come ha promesso a sua figlia Liesgen,
un uomo che possa farle da marito;
ma Liesgen di nascosto fa saper questo:
che nessuno spasimante venga da me
se prima non mi prometterà,
scrivendolo nel contratto di nozze,
che mi sarà concesso di farmi un caffè
ogni volta che ne avrò voglia.

10. Chor (Terzett)

Die Katze lässt das Mausen nicht,
Die Jungfern bleiben Coffeeschwestern.
Die Mutter liebt den Coffeebrauch,
Die Großmama trank solchen auch,
Wer will nun auf die Töchter lästern?

10. Terzetto

Come il gatto non lascia il topo,
così le ragazze non rinunciano al caffè.
Le loro madri amano farne uso,
e anche le nonne lo bevevano:
Chi dunque vorrà imprecare contro le figlie?

Music for a Rainy Weekend (To My Dear Friend Ashley)

Eric Whitacre (1970): Cloudburst per voce recitante, coro, pianoforte e percussione (1991-95) su testo di Octavio Paz (da El cántaro roto, adattato). Brigham Young University Singers, dir. Ron Staheli.

La lluvia,
ojos de agua de sombra,
ojos de agua de pozo,
ojos de agua de sueño.
Soles azules, verdes remolinos,
picos de luz que abren astros
como granadas.
Dime, tierra quemada, ¿no hay agua?
Hay sólo sangre, sólo hay polvo,
¿hay sólo pisadas
de pies desnudos sobre la espina?

La lluvia despierta.
Hay que dormir con los ojos abiertos,
hay que soñar con las manos,
soñemos sueños activos de río buscando su cauce,
sueños de sol soñando sus mundos,
hay que soñar en voz alta,
hay que cantar hasta que el canto eche
raíces, tronco, ramas, pájaros, astros,
hay que desenterrar la palabra perdida
recordar que dicen sangre, la marea,
la tierra y el cuerpo,
volver al punto de partida.
La lluvia.

BWV 21

Johann Sebastian Bach (1685-1750): Ich hatte viel Bekümmernis, cantata BWV 21, eseguita per la prima volta a Weimar il 17 giugno 1714. Ivan Podyomov, oboe; Stefanie True, soprano; Ulrike Malotta, contralto; Guy Cutting, tenore; Felix Schwandtke, basso; Netherlands Bach Society; Shunske Sato, violino e direzione.

    Parte 1ª

  1. Sinfonia
  2. Coro: Ich hatte viel Bekümmernis in meinem Herzen [3:08]
      Ich hatte viel Bekümmernis in meinem Herzen;
      aber deine Tröstungen erquicken meine Seele.

  3. Aria (soprano): Seufzer, Tränen, Kummer, Not [7:13]
      Seufzer, Tränen, Kummer, Not,
      Ängstlichs Sehnen, Furcht und Tod
      Nagen mein beklemmtes Herz,
      Ich empfinde Jammer, Schmerz.

  4. Recitativo (tenore): Wie hast du dich, mein Gott [11:55]
      Wie hast du dich, mein Gott,
      In meiner Not,
      In meiner Furcht und Zagen
      Denn ganz von mir gewandt?
      Ach! kennst du nicht dein Kind?
      Ach! hörst du nicht das Klagen
      Von denen, die dir sind
      Mit Bund und Treu verwandt?
      Da warest meine Lust
      Und bist mir grausam worden;
      Ich suche dich an allen Orten,
      Ich ruf und schrei dir nach,
      Allein mein Weh und Ach!
      Scheint itzt, als sei es dir ganz unbewusst.

  5. Aria (tenore): Bäche von gesalznen Zähren [13:28]
      Bäche von gesalznen Zähren,
      Fluten rauschen stets einher.
      Sturm und Wellen mich versehren,
      Und dies trübsalsvolle Meer
      Will mir Geist und Leben schwächen,
      Mast und Anker wollen brechen,
      Hier versink ich in den Grund,
      Dort seh ins der Hölle Schlund.

  6. Coro: Was betrübst du dich [18:38]
      Was betrübst du dich, meine Seele,
      und bist so unruhig in mir?
      Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken,
      dass er meines Angesichtes Hilfe und mein Gott ist.


    Parte 2ª
  7. Recitativo (soprano: l’Anima; basso: Gesù): Ach Jesu, meine Ruh [22:17]
    Soprano:
      Ach Jesu, meine Ruh,
      mein Licht, wo bleibest du?
    Basso:
      O Seele, sieh! ich bin bei dir.
    Soprano:
      Bei mir?
      Hier ist ja lauter Nacht.
    Basso:
      Ich bin dein treuer Freund,
      der auch im Dunkeln wacht,
      wo lauter Schalken seind.
    Soprano:
      Brich doch mit deinem Glanz
      und Licht
      des Trostes ein!
    Basso:
      Die Stunde kömmet schon,
      da deines Kampfes Kron
      dir wird ein süßes Labsal sein.

  8. Aria (duetto: soprano e basso c.s.): Komm, mein Jesu, und erquicke/Ja, ich komme und erquicke [23:46]
    Soprano:
      Komm, mein Jesu, und erquicke
    Basso:
      Ja, ich komme und erquicke
    Soprano:
      und erfreu mit deinem Blicke!
    Basso:
      dich mit meinem Gnadenblicke.
    Soprano:
      Diese Seele,
    Basso:
      Deine Seele,
    Soprano:
      die soll sterben
    Basso:
      die soll leben
    Soprano:
      und nicht leben,
    Basso:
      und nicht sterben,
    Soprano:
      und in ihrer Unglückshöhle
    Basso:
      hier aus dieser Wunden Höhle
    Soprano:
      ganz verderben.
    Basso:
      sollt du erben.
    Soprano:
      Ich muß stets in Kummer schweben,
    Basso:
      Heil durch diesen Saft der Reben,
    Soprano:
      ja, ach ja, ich bin verloren,
    Basso:
      nein, ach nein, du bist erkoren,
    Soprano:
      nein, ach nein, du hassest mich.
    Basso:
      ja, ach ja, ich liebe dich.
    Soprano:
      Ach, Jesu, durchsüße mir Seele und Herze!
    Basso:
      Entweichet, ihr Sorgen,
      verschwinde, du Schmerze!

  9. Coro: Sei nun wieder zufrieden, meine Seele [27:58]
      Sei nun wieder zufrieden,
      meine Seele, denn der Herr
      tut dir Guts.
      Was helfen uns die schweren Sorgen,
      was hilft uns unser Weh und Ach?
      Was hilft es, daß wir alle Morgen
      beseufzen unser Ungemach?
      Wir machen unser Kreuz und Leid
      nur größer durch die Traurigkeit.
      Denk nicht in deiner Drangsalshitze,
      daß du von Gott verlassen seist,
      und daß Gott der im Schoße sitze,
      der sich mit stetem Glücke speist.
      Die folgend Zeit verändert viel
      und setzet jeglichem sein Ziel.

  10. Aria (tenore): Erfreue dich, Seele, erfreue dich, Herze [32:42]
      Erfreue dich, Seele, erfreue dich, Herze,
      Entweiche nun, Kummer, verschwinde, du Schmerze!
      Verwandle dich, Weinen, in lauteren Wein,
      Es wird nun mein Ächzen ein Jauchzen mir sein!
      Es brennet und sammet die reineste Kerze
      Der Liebe, des Trostes in Seele und Brust,
      Weil Jesus mich tröstet mit himmlischer Lust.

  11. Coro: Das Lamm, das erwürget ist [35:39]
      Das Lamm, das erwürget ist, ist würdig zu nehmen
      Kraft und Reichtum und Weisheit und Stärke
      und Ehre und Preis und Lob.
      Lob und Ehre und Preis und Gewalt
      sei unserm Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit.
      Amen, Alleluja!

Passus duriusculus

Johann Sebastian Bach (1685 - 1750): Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen, cantata BWV 12 su testo di Salomo Franck (forse) e Samuel Rodigast (n. 7); eseguita per la prima volta a Weimar il 22 aprile 1714. Paul Esswood, contraltista; Kurt Equiluz, tenore; Max van Egmond, basso; Tölzer Knaben­chor, dir. Gerhard Schmidt-Gaden; King’s College Choir Cambridge, dir. David Willcocks; Leon­hardt-Consort, dir. Gustav Leonhardt.

  1. Sinfonia: Adagio assai
  2. Coro: Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen [2:20]
  3. Récitativo: Wir müssen durch viel Trübsal [8:21]
  4. Aria: Kreuz und Krone sind verbunden [9:19]
  5. Aria: Ich folge Christo nach [15:45]
  6. Aria: Sei getreu, alle Pein [18:33]
  7. Corale: Was Gott tut, das ist wohlgetan [22:50]

Il basso ostinato del coro (n. 2) della cantata bachiana è costituito da una successione cromatica discendente di quattro note (passus duriusculus : secondo le convenzioni della retorica musicale, i cromatismi ascendenti o discendenti esprimono dolore). Su questo basso ostinato Franz Liszt compose un Präludium per pianoforte (R 23, 1859; dedicato a Anton Grigor’evič Rubinštejn) che qui possiamo ascoltare nell’interpretazione di Vladimir Horowitz:


In seguito, Liszt scrisse una serie di Variationen über den Basso continuo von J. S. Bachs Kantate «Weinen, Klagen, Sorgen, Zagen» (R 24, anch’esse dedicate a A. G. Rubinštejn), composte sotto l’impressione della morte di Blandine Ollivier, la figlia che il musicista ungherese aveva avuto da Catherine-Adelaide Méran e che era defunta a Saint-Tropez l’11 settembre 1862. L’esecuzione che vi propongo è di Artur Aksenov:


Liszt rielaborò poi le variazioni in una versione organistica (R 382, dedicata a Alexander Wilhelm Gottschalg, organista e Kantor di Tiefurt), qui eseguita da Thibaut Duret all’organo Michel-Merklin-Kuyhn di Saint Louis de la Guillotière, a Lione:


Storm Clouds Cantata

Arthur Benjamin (1893 - 10 aprile 1960): Storm Clouds Cantata per soprano, coro e orchestra su testo di Dominic Bevan Wyndham Lewis (1934); versione rimaneggiata da Bernard Herrmann (1956). Barbara Howitt, soprano; Covent Garden Opera Chorus e London Symphony Orchestra, dir. B. Herrmann.
La cantata fu composta appositamente per la celeberrima «scena dello sparo», che si svolge nella Royal Albert Hall di Londra, nel film L’uomo che sapeva troppo (The Man Who Knew Too Much, 1934) di Alfred Hitchcock; per il rifacimento del 1956 fu ancora utilizzata la musica di Benjamin, ma apportando alcune modifiche al testo e, curate da Herrmann, alla partitura.

Testo
(versione del 1956)

Soprano:

There came a whispered terror on the breeze.
And the dark forest shook.

Coro:

And on the trembling trees came nameless fear.
And panic overtook each flying creature of the wild.

Soprano:

All save the child.
Around whose head screaming,
The night-birds wheeled and shot away.

Coro:

Finding release from that which drove them onward like their prey.
Finding release the storm-clouds broke.
And drowned the dying moon.
The storm-clouds broke.
Finding release!

Arthur Benjamin

Certi piccolissimi inganni

Johann Sebastian Bach (31 marzo 1685 - 1750): «Kommt, ihr angefochtnen Sünder», aria (n. 5) dalla cantata Freue dich, erlöste Schar BWV 30 (c1738). Magdalena Kožená, mezzosoprano; Musica Florea, dir. Marek Stryncl.

Kommt, ihr angefochtnen Sünder,
Eilt und lauft, ihr Adamskinder,
Euer Heiland ruft und schreit!
Kommet, ihr verirrten Schafe,
Stehet auf vom Sündenschlafe,
Denn itzt ist die Gnadenzeit!

(Venite, peccatori, accorrete, figli d’Adamo. Il vostro Salvatore grida e vi chiama! Venite, gregge disperso, svegliatevi dal sonno del peccato, poiché ora è il tempo del perdono!)

Il momento di sciogliere le vele

Nicolaus Bruhns (1665 - 29 marzo 1697): Die Zeit meines Abschieds ist vorhanden, cantata per coro a 4 voci, archi e continuo. Ricercar Consort.

Testo: II Lettera a Timoteo IV:6-8
[6] Quanto a me, il mio sangue sta per essere sparso in libagione ed è giunto il momento di sciogliere le vele. [7] Ho combattuto la buona battaglia, ho terminato la mia corsa, ho conservato la fede. [8] Ora mi resta solo la corona di giustizia che il Signore, giusto giudice, mi consegnerà in quel giorno; e non solo a me, ma anche a tutti coloro che attendono con amore la sua manifestazione.

Casa natale di Nicolaus Bruhns

Fresher than the rose’s bloom

Thomas Augustine Arne (12 marzo 1710 - 1778): The Morning, cantata (1755). Anastasia Terranova, soprano; Emile ter Schegget, flauto dolce; Schola Cantorum Basiliensis.

The glittering sun begins to rise
On yonder hill, and paints the skies.

The lark his warbling matin sings,
Each flower in all its beauty springs.

The village up, the shepherd tries
His pipe, and to the woodland hies.

Oh! that on th¹enamelled green
My Delia, lovely maide, were seen,
Fresher than the roses bloom,
Sweeter than the mead¹s perfume.

Go, gentle gales, and bear my sighs away,
To Delia¹s ear the tender notes convey.
As some lonely turtle his lost love deplores,
And with shrill echoes fills the sounding shores.
So I like him, abandoned and forlorn,
With ceaseless plaints my absent Delia mourn.
Go, gentle gales, and bear my sighs along;
The birds shall cease to tune their evening song,
The winds to blow, the waving woods to move,
And streams to murmer e¹er I cease to love.
Not bubbling fountains to the thirsty swain,
Nor balmy sleep to labourers spent with pain,
Nor showers to larks, nor sunshine to the bee,
Are half so pleasing as thy sight to me.

Terza piccarda

Dietrich Buxtehude (1637 - 1707): «Alleluia» dalla cantata Der Herr ist mit mir BuxWV 15. Ensemble Accentus, Insula Orchestra, dir. Laurence Equilbey.

Questa breve e deliziosa composizione su basso ostinato si evolve per intero nell’ambito tonale di do minore, salvo poi risolversi in un solare accordo di do maggiore, ossia con una formula cadenzale comunemente detta terza piccarda o di Piccardia. Secondo Jean-Jacques Rousseau (Dictionnaire de musique, 1767) il nome sarebbe dovuto al fatto che questo tipo di cadenza fu a lungo impiegato nella musica liturgica, e quindi in Piccardia, regione storica della Francia set­ten­trio­nale, ricca di chiese e cattedrali:

« Tierce picarde parce que cette façon de terminer a survécu le plus longtemps dans la musique re­li­gieuse et donc en Picardie, où il y a de la musique dans un grand nombre de cathédrales et d’églises » (Dictionnaire, p. 727).

Secondo altri studiosi, la denominazione deriverebbe invece dall’antico francese picart, vale a dire pungente, acuto, con riferimento al segno della grafia musicale (diesis o bequadro) che trasfor­ma appunto in maggiore un accordo minore. Ma nemmeno questa spiegazione pare del tutto soddisfacente.

*  *  *

Lipsia, 1723

Johann Sebastian Bach (1685-1750): Darzu ist erschienen der Sohn Gottes, cantata BWV 40 per la Feria II Nativitatis (Vangelo: Luca 2, 15-20: i pastori a Betlemme), eseguita per la prima volta a Lipsia il 26 dicembre 1723. René Jacobs, contraltista; Marius van Altena, tenore; Max van Egmond, basso; Knabenchor Hannover, dir. Heinz Hennig; Leonhardt-Consort, dir. Gustav Leonhardt.
L’ignoto autore del testo ha utilizzato nel n. 1 un passo del Vangelo secondo san Giovanni (3, 8), nel n. 3 la terza strofe del Lied natalizio Wir Christenleut di Kaspar Füger (1592), nel n. 6 la seconda strofe di Schwingt dich auf zu deinem Gott di Paul Gerhardt (1653) e nel n. 8 la quarta strofe di Freut euch, ihr Christen alle di Christian Keimann (1646).

  1. Coro: Darzu ist erschienen der Sohn Gottes
    Darzu ist erschienen der Sohn Gottes, dass er die Werke des Teufels zerstöre.
  2. Recitativo (tenore): Das Wort ward Fleisch [4:20]
    Das Wort ward Fleisch und wohnet in der Welt,
    Das Licht der Welt bestrahlt den Kreis der Erden,
    Der große Gottessohn
    Verlässt des Himmels Thron,
    Und seiner Majestät gefällt,
    Ein kleines Menschenkind zu werden.
    Bedenkt doch diesen Tausch, wer nur gedenken kann;
    Der König wird ein Untertan,
    Der Herr erscheinet als ein Knecht
    Und wird dem menschlichen Geschlecht
    — O süßes Wort in aller Ohren! —
    Zu Trost und Heil geboren.
  3. Corale: Die Sünd macht Leid [5:37]
    Die Sünd macht Leid;
    Christus bringt Freud,
    Weil er zu Trost in diese Welt ist kommen.
    Mit uns ist Gott
    Nun in der Not:
    Wer ist, der uns als Christen kann verdammen?
  4. Aria (basso): Höllische Schlange, wird dir nicht bange? [6:14]
    Höllische Schlange,
    Wird dir nicht bange?
    Der dir den Kopf als ein Sieger zerknickt,
    Ist nun geboren,
    Und die verloren,
    Werden mit ewigem Frieden beglückt.
  5. Recitativo (contralto): Die Schlange, so im Paradies [8:22]
    Die Schlange, so im Paradies
    Auf alle Adamskinder
    Das Gift der Seelen fallen ließ,
    Bringt uns nicht mehr Gefahr;
    Des Weibes Samen stellt sich dar,
    Der Heiland ist ins Fleisch gekommen
    Und hat ihr allen Gift benommen.
    Drum sei getrost! betrübter Sünder.
  6. Corale: Schüttle deinen Kopf und sprich [9:32]
    Schüttle deinen Kopf und sprich:
    Fleuch, du alte Schlange!
    Was erneurst du deinen Stich,
    Machst mir angst und bange?
    Ist dir doch der Kopf zerknickt,
    Und ich bin durchs Leiden
    Meines Heilands dir entrückt
    In den Saal der Freuden.
  7. Aria (tenore): Christenkinder, freuet euch! [10:16]
    Christenkinder, freuet euch!
    Wütet schon das Höllenreich,
    Will euch Satans Grimm erschrecken:
    Jesus, der erretten kann,
    Nimmt sich seiner Küchlein an
    Und will sie mit Flügeln decken.
  8. Corale: Jesu, nimm dich deiner Glieder [14:07]
    Jesu, nimm dich deiner Glieder
    Ferner in Genaden an;
    Schenke, was man bitten kann,
    Zu erquicken deine Brüder:
    Gib der ganzen Christenschar
    Frieden und ein selges Jahr!
    Freude, Freude über Freude!
    Christus wehret allem Leide.
    Wonne, Wonne über Wonne!
    Er ist die Genadensonne.

BWV 40.1

Quella pace gradita

Alessandro Scarlatti (1660 - 24 ottobre 1725): Quella pace gradita, cantata da camera per soprano, flauto dolce, violino, violoncello e basso continuo H 610. Alicia Amo, soprano; ensemble La Ritirata, dir. Josetxu Obregón.

I. Sinfonia: Andante

II. Quella pace gradita (recitativo)

Quella pace gradita,
ch’or non alberga più dentro al mio seno,
fa che la propria vita odio ed aborro.
Amor, tu sai s’io peno
e se penai la serie di tant’anni,
ma ne raccolsi sol messe d’affanni.
Or questa pover’alma,
che stanca è di soffrir, cerca la calma.

III. Crudel tiranno Amore (aria)

Crudel tiranno Amore,
non più tormenti, no,
non tante pene.
Ché stanco questo core
soffrir già più non può
tante catene.

IV. O voi selve beate (recitativo)

O voi selve beate,
che nel sen racchiudete un silenzio,
una quiete sì gradita
che a star con voi m’invita;
oh, quanto, o Dio, invidio la tua sorte,
caro augellin che godi
tra quei graditi orrori
nell’innocenza tua i puri amori.

V. Care selve, soggiorni di quiete (aria)

Care selve, soggiorni di quiete,
star con voi sol brama il mio cor.
Stanco di più penar,
or brama di passar l’ore più liete
lontano dalle cure, e dall’Amor.

VI. Lungi, lungi da me, tiranno Amore (recitativo)

Lungi, lungi da me, tiranno Amore;
che quest’alma è avvilita
da sognati contenti,
da continui tormenti,
che m’opprimono il cor per tua cagione,
e me fanno bramare
d’abitar nelle selve,
di viver tra le belve.
Sì, sì, verrò a trovarvi,
solitudini amate:
date ricetto a un infelice core,
che dentro a voi nascoso
spera trovar riposo.

VII. Teco, o mesta tortorella (aria)

Teco, o mesta tortorella,
viver voglio in compagnia.
Dov’è ’l bosco più frondoso,
dove più la selva è bella
starò ascoso per dar quiete all’alma mia.

D’un geloso pensier gl’aspri tormenti

Domenico Zanatta (c1665 - 5 agosto 1748): Gelosia, cantata per voce e basso continuo (da Intrecci armonici diversi… opera quarta, 1696). Flavio Ferri-Benedetti, controtenore; ensemble Musica Fiorita, dir. Daniela Dolci.

Dimmi, amor, qual pena sia
più maggior di gelosia
ad un cor ch’ama fedel.

Ella sparge dentro al seno
il più perfido veleno
e l’ardore più crudel.

Oh, Dio, quanto tiranna è la tua legge,
o faretrato arcero,
ingiusto è il tuo comando
se a chi vive adorando
decreti che sia il fin de’ suoi contenti
d’un geloso pensier gl’aspri tormenti.

Deh, lasciami in pace,
tiranna de’ cori,
crudel gelosia.

Quest’alma si sface
tra i rigidi ardori
di tua tirannia.

Il mio servir costante,
l’esser fedel amante
fomenta maggior fiamme al seno mio
s’ancor il mio desio
mascherando di gioia i suoi martiri
scuote a rigor di pene anco i sospiri.

Oh, Dio, che acerba pena
è il viver in catena
e aver geloso il cor.

Egl’è un sì fier martire
che l’alma fa languire
in grembo del dolor.

Lamento d’Olimpia

Giovanni Bononcini (18 luglio 1670 - 1747): Il lamento d’Olimpia, cantata da camera per 1 voce, 2 violini e basso continuo (pubblicata in Cantate e duetti dedicati alla Sacra Maestà di Giorgio, re della Gran Bretagna, Londra 1721). Gloria Banditelli, contralto; Ensemble Aurora, dir. Enrico Gatti.

I. Preludio: Affettuoso – Allegro

II. Recitativo [3:32]

Le tenui rugiade
scotea dal carro d’or sull’erbe e i fiori
la rubiconda Aurora
allor ch’Olimpia, non ben desta ancora,
dell’amante infedele
vedova a un tratto ritrovò le piume.
Sciolse la tema dell’incerto danno
le reliquie del sonno in su i bei lumi;
e sospesa e tremante
dal lido al letto e dalla selva al lido,
chiamando il nome infido,
poiché più volte riportò le piante,
su la cima d’un sasso,
il guardo fisse entro l’aere dubbioso,
e, fra mille lamenti,
queste all’aure spiegò voci dolenti.

III. Aria: Affettuoso [4:48]

Vasto mar,
balze romite
deh mi dite,
il mio bene
ov’è, che fa.
Onde quiete,
aure serene
erbe, fiori,
ombrose piante,
il mio bene
se sapete,
rispondete
per pietà.

IV. Recitativo [8:47]

Lassa, che son la luce
la mia doglia s’avanza.
Io veggio, oh Dio, le gonfie
ingannatrici vele
dello sposo infedele
fuggir per l’acque, e portar lunge il vento
colla nave spergiura il mio lamento
Queste, Bireno ingrato,
son le promesse, il fido amore è questo?
Quanti, quanti pur dinanzi,
sotto il silenzio dell’ombrosa notte
e il tremolar delle invocate stelle,
giuramenti non fe’ d’esser costante!
Misera Olimpia, abbandonata amante,
in qual mente, in qual seno
più luogo avrà la vereconda fede,
s’io son schernita e m’ingannò Bireno?

V. Aria: Con spirito [10:20]

Quando dicea d’amarmi
allor volea lasciarmi
e mi tradiva allor.
Di mille inganni fabro
fede giurava il labro,
ed era infido il cor .


Jubilus sancti Bernardi

Johann Rudolf Ahle (1625 - 9 luglio 1673): Jesu dulcis memoria, mottetto per voce, 3 viole, violone e basso continuo (1657). Henri Ledroit, haute-contre; Ricercar Consort.

Jesu dulcis memoria,
dans vera cordi gaudia,
et super mel et omnia
eius dulcis praesentia.
Nil canitur suavius,
nil auditur iocundius,
nil cogitatur dulcius
quam Jesus Dei filius.

Salmo 100

Nicolaus Bruhns (1665 - 29 marzo 1697): Jauchzet dem Herren, alle Welt, cantata per tenore, 2 violini, fagotto/violoncello e basso continuo. Raphael Höhn, tenore; Stéphanie Pfister e Sabine Stoffer, violini; Daniel Rosin, violoncello; Elina Albach, organo e clavicembalo.

Jauchzet dem Herren, alle Welt!
Dienet dem Herren mit Freuden;
kommt vor sein Angesichtt mit Frohlocken.

Erkennet, daß der Herre Gott ist.
Er hat uns gemacht
und nicht wir selbst
zu seinem Volk
und zu Schafen seiner Weide.

Gehet zu seinen Toren ein mit Danken,
zu seinen Vorhöfen mit Loben.
Danket ihm, lobet seinen Namen.

Denn der Herr ist freundlich,
und seine Gnade währet ewig
und seine Wahrheit für und für.

Jauchzet dem Herren, alle Welt!
Dienet dem Herren mit Freuden;
kommt vor sein Angesichtt mit Frohlocken.

Jerusalem

Sir Charles Hubert Hastings Parry (27 febbraio 1848 - 1918); Jerusalem, cantata (inno) per coro all’unisono e organo (1916) su testo di William Blake; versione per orchestra di sir Edward Elgar (1922). Coro della Cattedrale di Winchester e Waynflete Singers; Bournemouth Symphony Orchestra, dir. David Hill.

And did those feet in ancient time
Walk upon England’s mountains green?
And was the holy Lamb of God,
On England’s pleasant pastures seen!

>And did the Countenance Divine,
Shine forth upon our clouded hills?
And was Jerusalem builded here,
Among these dark Satanic Mills?

Bring me my Bow of burning gold;
Bring me my Arrows of desire:
Bring me my Spear: O clouds unfold!
Bring me my Chariot of fire!

I will not cease from Mental Fight,
Nor shall my Sword sleep in my hand:
Till we have built Jerusalem,
In England’s green & pleasant Land.

Sinfonia del fuoco – I

Ildebrando Pizzetti (1880 - 13 febbraio 1968): Sinfonia del fuoco per baritono, coro e orchestra su testo di Gabriele d’Annunzio, composta per la scena del sacrificio nel film Cabiria (1914) di Giovanni Pastrone. Boris Statsenko, baritono; Städtischer Opernchor Chemnitz, Robert-Schumann-Philharmonie, dir. Oleg Caetani.

Invocazione a Moloch

IL PONTEFICE:
Re delle due zone, t’invoco,
respiro del fuoco profondo,
gènito di te, primo nato!

IL CORO:
Eccoti i cento puri fanciulli,
inghiotti! Divora! Sii sazio!
Karthada ti dona il suo fiore.

IL PONTEFICE:
Odimi, creatore vorace,
che tutto generi e struggi,
fame insaziabile, m’odi!

IL CORO:
Eccoti la carne più pura!
Eccoti il sangue più mite!
Karthada ti dona il suo fiore.

IL PONTEFICE:
Consuma il sacrificio tu stesso
nelle tue fauci di fiamma,
o padre e madre, o tu dio e dea!

IL CORO:
O padre e madre, o padre e figlio,
o tu dio e dea! Creatore vorace!
Fame ardente, ruggente…

Vivo in doglie e moro in pene

Agostino Steffani (1655 - 12 febbraio 1728): Placidissime catene, duetto da camera (1699). Carolyn Watkinson, mezzosoprano; Paul Esswood, controtenore; Wouter Möller, violoncello; Alan Curtis, clavicembalo.

Placidissime catene,
rallentarvi è crudeltà.
Ha perduto ogni suo bene
chi ritorna in libertà.
Vivo in doglie e moro in pene
se i miei lacci Amor disfà.

Affanni, pene e guai
voi non farete mai
ch’io mi disciolga, no!
Amor, fa’ quanto sai:
dalla prigion ch’amai
mai, mai non fuggirò.

Placidissime catene

Il vino

Alban Berg (9 febbraio 1885 - 1935): Der Wein / Le Vin, aria da concerto per soprano e orchestra (1929) su poesie di Charles Baudelaire nella traduzione di Stefan George. Dorothy Dorow, soprano; Wiener Philharmoniker, dir. Karl Böhm.

Berg scelse di musicare la prima e le ultime due delle cinque poesie di Baudelaire che costi­tuiscono il ciclo Le Vin, inserito nella raccolta Les Fleurs du mal (1857). La musica è adattata sia ai versi francesi sia alla traduzione tedesca che ne diede Stefan George nel 1901. Invertendo l’ordine originale delle due ultime poesie, Berg crea una forma tripartita ad arco, nella quale elementi e modi espressivi che caratterizzano la prima lirica tornano nella terza, mentre la seconda a sua volta è in forma di scherzo tripartito.

1. Die Seele des Weines ‒ L’Âme du vin

Des Weines Geist begann im Faß zu singen:
«Mensch, teurer Ausgestoßener, dir soll
Durch meinen engen Kerker durch erklingen
Ein Lied von Licht und Bruderliebe voll.

Ich weiß: am sengend heißen Bergeshange
Bei Schweiß und Mühe nur gedeih ich recht
Da meine Seele ich nur so empfange,
Doch bin ich niemals undankbar und schlecht.

Und dies bereitet mir die größte Labe,
Wenn eines Arbeitmatten Mund mich hält,
Sein heißer Schlund wird mir zum kühlen Grabe,
Das mehr als kalter Keller mir gefällt.

Hörst du den Sonntagsgesang aus frohem Schwarme?
Nun kehrt die Hoffnung prickelnd in mich ein:
Du stülpst die Ärmel, stützest beide Arme,
Du wirst mich preisen und zufrieden sein.

Ich mache deines Weibes Augen heiter,
Und deinem Sohne leih´ ich frische Kraft;
Ich bin für diesen zarten Lebensstreiter
Das Öl, das Fechtern die Gewandtheit schafft.

Und du erhältst von diesem Pflanzenseime,
Den Gott, der ewige Sämann, niedergießt,
Damit in deiner Brust die Dichtkunst keime,
die wie ein seltener Baum zum Himmel sprießt.»

Un soir, l’âme du vin chantait dans les bouteilles:
«Homme, vers toi je pousse, ô cher déshérité,
Sous ma prison de verre et mes cires vermeilles,
Un chant plein de lumière et de fraternité!

Je sais combien il faut, sur la colline en flamme,
De peine, de sueur et de soleil cuisant
Pour engendrer ma vie et pour me donner l’âme;
Mais je ne serai point ingrat ni malfaisant.

Car j’éprouve une joie immense quand je tombe
Dans le gosier d’un homme usé par ses travaux,
Et sa chaude poitrine est une douce tombe
Où je me plais bien mieux que dans mes froids caveaux.

Entends-tu retentir les refrains des dimanches
Et l’espoir qui gazouille en mon sein palpitant?
Les coudes sur la table et retroussant tes manches,
Tu me glorifieras et tu seras content.

J’allumerai les yeux de ta femme ravie;
À ton fils je rendrai sa force et ses couleurs
Et serai pour ce frêle athlète de la vie
L’huile qui raffermit les muscles des lutteurs.

En toi je tomberai, végétale ambroisie,
Grain précieux jeté par l’éternel Semeur,
Pour que de notre amour naisse la poésie
Qui jaillira vers Dieu comme une rare fleur!»

2. Der Wein der Liebenden ‒ Le Vin des amants

Prächtig ist heute die Weite −
Stränge und Sporen beiseite −
Reiten wir auf dem Wein
In den Feeenhimmel hinein!

Engel für ewige Dauer
Leidend im Fieberschauer ·
Durch des Morgens blauen Kristall
Fort in das leuchtende All!

Wir lehnen uns weich auf den Flügel
Des Windes der eilt ohne Zügel.
Beide voll gleicher Lust

Laß Schwester uns Brust an Brust
Fliehn ohne Rast und Stand
In meiner Träume Land!

Aujourd’hui l’espace est splendide!
Sans mors, sans éperons, sans bride,
Partons à cheval sur le vin
Pour un ciel féerique et divin!

Comme deux anges que torture
Une implacable calenture,
Dans le bleu cristal du matin
Suivons le mirage lointain!

Mollement balancés sur l’aile
Du tourbillon intelligent,
Dans un délire parallèle,

Ma soeur, côte à côte nageant,
Nous fuirons sans repos ni trêves
Vers le paradis de mes rêves!

3. Der Wein des Einsamen ‒ Le Vin du solitaire

Der sonderbare Blick der leichten Frauen
Der auf uns gleitet wie das weisse Licht
Des Mondes auf bewegter Wasserschicht −
Will er im Bade seine Schönheit schauen −

Der lezte Taler an dem Spielertisch
Ein frecher Kuß der hagern Adeline
Erschlaffenden Gesang der Violine
Der wie der Menschheit fernes Qualgezisch:

Mehr als dies alles schätz ich, tiefe Flasche,
Den starken Balsam den ich aus dir nasche
Und der des frommen Dichters Müdheit bannt.

Du giebst ihm Hoffnung, Liebe, Jugendkraft
Und Stolz − dies Erbteil aller Bettlerschaft −
Der uns zu Helden macht und Gottverwandt.

Le regard singulier d’une femme galante
Qui se glisse vers nous comme le rayon blanc
Que la lune onduleuse envoie au lac tremblant,
Quand elle y veut baigner sa beauté nonchalante;

Le dernier sac d’écus dans les doigts d’un joueur;
Un baiser libertin de la maigre Adeline;
Les sons d’une musique énervante et câline,
Semblable au cri lointain de l’humaine douleur,

Tout cela ne vaut pas, ô bouteille profonde,
Les baumes pénétrants que ta panse féconde
Garde au coeur altéré du poète pieux;

Tu lui verses l’espoir, la jeunesse et la vie,
– Et l’orgueil, ce trésor de toute gueuserie,
Qui nous rend triomphants et semblables aux Dieux!

Berg, Der Wein

Dell’amore e del mare

Ernest Chausson (21 gennaio 1855 - 1899): Poème de l’amour et de la mer per voce e orchestra op. 19 (1882-92) su testo di Maurice Bouchor. Montserrat Caballé, soprano; Symphonica of London, dir. Wyn Morris.


I. La Fleur des eaux

L’air est plein d’une odeur exquise de lilas
Qui, fleurissant du haut des murs jusques en bas,
  Embaument les cheveux des femmes.
La mer au grand soleil va toute s’embraser,
Et sur le sable fin qu’elles viennent baiser
  Roulent d’éblouissantes lames.

Ô ciel qui de ses yeux dois porter la couleur,
Brise qui va chanter dans les lilas en fleur
  Pour en sortir tout embaumée,
Ruisseaux, qui mouillerez sa robe, ô verts sentiers,
Vous qui tressaillerez sous ses chers petits pieds,
  Faites-moi voir ma bien-aimée!

Et mon cœur s’est levé par ce matin d’été;
Car une belle enfant était sur le rivage,
Laissant errer sur moi des yeux pleins de clarté,
Et qui me souriait d’un air tendre et sauvage.

Toi que transfiguraient la Jeunesse et l’Amour,
Tu m’apparus alors comme l’âme des choses;
Mon cœur vola vers toi, tu le pris sans retour,
Et du ciel entr’ouvert pleuvaient sur nous des roses.

Quel son lamentable et sauvage
  Va sonner l’heure de l’adieu!
La mer roule sur le rivage,
Moqueuse, et se souciant peu
  Que ce soit l’heure de l’adieu.

Des oiseaux passent, l’aile ouverte,
  Sur l’abîme presque joyeux;
Au grand soleil la mer est verte,
Et je saigne, silencieux,
  En regardant briller les cieux.

Je saigne en regardant ma vie
  Qui va s’éloigner sur les flots;
Mon âme unique m’est ravie
Et la sombre clameur des flots
  Couvre le bruit de mes sanglots.

Qui sait si cette mer cruelle
  La ramènera vers mon cœur?
Mes regards sont fixés sur elle;
La mer chante, et le vent moqueur
  Raille l’angoisse de mon cœur.

Interlude [12:34]

II. La Mort de l’amour [15:41]

Bientôt l’île bleue et joyeuse
Parmi les rocs m’apparaîtra;
L’île sur l’eau silencieuse
Comme un nénuphar flottera.

À travers la mer d’améthyste
Doucement glisse le bateau,
Et je serai joyeux et triste
De tant me souvenir — bientôt!

Le vent roulait les feuilles mortes; mes pensées
Roulaient comme des feuilles mortes, dans la nuit.
Jamais si doucement au ciel noir n’avaient lui
Les mille roses d’or d’où tombent les rosées.

Une danse effrayante, et les feuilles froissées,
Et qui rendaient un son métallique, valsaient,
Semblaient gémir sous les étoiles, et disaient
L’inexprimable horreur des amours trépassés.

Les grands hêtres d’argent que la lune baisait
Étaient des spectres : moi, tout mon sang se glaçait
En voyant mon aimée étrangement sourire.

Comme des fronts de morts nos fronts avaient pâli,
Et, muet, me penchant vers elle, je pus lire
Ce mot fatal écrit dans ses grands yeux: l’oubli.

Le temps des lilas et le temps des roses
Ne reviendra plus à ce printemps-ci;
Le temps des lilas et le temps des roses
Est passé, le temps des œillets aussi.

Le vent a changé, les cieux sont moroses,
Et nous n’irons plus courir, et cueillir
Les lilas en fleur et les belles roses;
Le printemps est triste et ne peut fleurir.

Oh! joyeux et doux printemps de l’année,
Qui vins, l’an passé, nous ensoleiller,
Notre fleur d’amour est si bien fanée,
Las! que ton baiser ne peut l’éveiller!

Et toi, que fais-tu? pas de fleurs écloses,
Point de gai soleil ni d’ombrages frais;
Le temps des lilas et le temps des roses
Avec notre amour est mort à jamais.

Chausson, op. 19

Il core amante

Maria Rosa Coccia (4 gennaio 1759 - 1833): «Dille pur che il core amante», aria (rondeau d’Achille) dalla cantata Ifigenia (1779). Jone Martínez, soprano; Orquesta Barroca de la Universidad de Salamanca, dir. e oboe Alfredo Bernardini.

Il sole vittorioso sulle nubi

Louis-Nicolas Clérambault (19 dicembre 1676 - 1749): Le Soleil, vainqueur des nuages, «cantate allégorique sur le rétablissement de la santé du Roi» (1720). Mireille Delunsch, soprano; Les Musiciens du Louvre, dir. Marc Minkowski.

  1. Symphonie
  2. Récitatif: «Les Persans assemblés dans leurs vastes campagnes»

    Les Persans, assemblés dans leurs vastes campagnes
     Au lever du Soleil qui doroit les montagnes,
     Se promettoient le plus beau jour,
    Leurs yeux goûtoient déja les fruits de sa présence,
    Sans cesse ils bénissoient l’instant de sa naissance,
    Et leurs cœurs par ces chants exprimoient leur amour.

  3. Air: «Poursuis ta brillante carrière»

     Poursuis ta brillante carrière,
    Règne, divin Soleil, règne sur les Mortels,
     Les biens que répand la lumière
    Dans tous les cœurs t’élevent des Autels.
     C’est peu que d’éclairer le monde,
     Ton cours utile et glorieux
     Deviens une source féconde
     De mille trésors précieux:
     Poursuis ta brillante carrière,
    Regne, divin Soleil, regne sur les Mortels,
     Les biens que répand la lumière,
    Dans tous les cœurs t’élevent des Autels.

  4. Récitatif: «Mais le jour s’obscurcit»

    Mais le jour s’obscurcit, Dieux! quels nuages sombres
    Dérobent tout à coup la splendeur qui nous luit.
    Le plus noir Aquilon que la Thrace ait produit
     Répand par tout s’épaisses ombres
    Et fait céder le jour aux horreurs de la nuit.

  5. Symphonie et Air: «Arrête, destin redoutable»

     Arrête, destin redoutable,
     Suspens la rigueur de tes coups,
     Rends-moi cet objet adorable,
     Qui seul fait nos biens les plus doux.
     Veux-tu nous punir de nos crimes,
     Que ces monts renversez sur nous,
     De la terre ouvre les âbimes:
     Frape, nous t’offrons tes victimes,
     Épuise sur nous ton couroux.
     Arrête, destin redoutable,
     Suspens la rigueur de tes coups,
     Rends-moi cet objet adorable,
     Qui seul fait nos biens les plus doux.

  6. Récitatif: «Nos vœux sont exaucés»

    Nos vœux sont exaucés… goûtons-en les présages,
    Par l’éclat lumineux qui brille dans les airs…
     Des traits de feux dissipent les nuages…
    Et les rayons par tout s’ouvrant mille passages
    Vont le rendre plus pur aux yeux de l’Univers.

  7. Air: «Préparons d’éclatantes fêtes»

     Préparons d’éclatantes fêtes,
     Formons les plus aimables jeux:
     De festons couronnons nos têtes,
     Chantons, chantons ce jour heureux,
     Il rend le Soleil à nos vœux.
     Il fait le destin de la Terre;
     De lui dépendent nos beaux jours,
     Rien ne trouble plus son cours,
     Qu’aux monstres déclarant la guerre:
     Il règne, il triomphe toujours.
     Préparons d’éclatantes fêtes,
     Formons les plus aimables jeux:
     De festons couronnons nos têtes,
     Chantons, chantons ce jour heureux,
     Il rend le Soleil à nos vœux.

Oma maa

Jean Sibelius (8 dicembre 1865 - 1957): Oma maa (La mia terra), cantata per coro e orchestra op. 92 (1918); testo (1832) di Kallio (nome d’arte di Samuel Gustaf Bergh). Coro e Orchestra nazionale dell’Estonia, dir. Paavo Järvi.

Vallan autuas se, jok’ ei nuorena sortunu maaltaan,
hyljetty onnensa kans’ urhoin haudoilta pois!
Ei sopis miehenä näin mun nuhdella taivahan töitä,
mutta mun syämeni taas tahtoopi huoata ees.
Kun minä muistan sen yön, jona rakkailta rannoilta luovuin,
nousevat silmiini nyt vieläkin viljavat veet.
Ei mun mielestän’ ei mee Pohjolan tunturit, joilla
lasna ma kuuntelin kuin sampo ja kantelo soi.

(Fortunato colui che in gioventù non fu cacciato dalla sua patria, abbandonato dalla fortuna, lontano dalle tombe dei suoi eroi!
Da uomo, non è giusto che io discuta l’opera del cielo, ma il mio cuore vuole sospirare ancora.
Quando ricordo la notte in cui lasciai i lidi che amavo, ancor oggi copiose lacrime inumidiscono i miei occhi.
Non posso dimenticare le colline del Nord, dove bambino udivo il suono del sampo e del kantele.)

L’Edda in musica

David Monrad Johansen (8 novembre 1888 – 1974): Voluspaa, cantata per 3 voci soliste, coro e or­chestra op. 15 (1926). Kari Frisell, soprano; Else Nedberg, contralto; Odd Wolstad, basso; Det Norske Solistkor, dir. Rolf Hovey; Filharmonisk Selskaps Orkester, dir. Øivin Fjeldstad. Regi­stra­zione del 1969.

Voluspaa o Vǫluspá (La profezia della veggente) è il primo e il più celebre dei ventinove canti che co­stituiscono l’Edda maggiore o Edda poetica, raccolta di poemi medievali in lingua norrena tra­mandati dal manoscritto islandese noto come Codex Regius ; quest’ultimo risale al Duecento, ma i testi in esso contenuti sono certamente assai più antichi.
Figura centrale della musica norvegese nel periodo compreso fra le due guerre mondiali, Johansen aderì al partito fascista Nasjonal Samling e durante l’occupazione tedesca della Norvegia appoggiò il governo collaborazionista di Vidkun Quisling; per questo motivo, dopo la guerra, nell’ambito del cosiddetto Norske landssvikoppgjøret (Purga dei traditori della patria), Johansen fu processato per tradimento e condannato a cinque anni di lavori forzati (poi ridotti a quattro).

Voluspaa

L’uomo che piaceva troppo

 
Michel Pignolet de Montéclair (1667 - 22 settembre 1737): La mort de Didon, cantata per soprano, archi e basso continuo (c1709). Agnes Mellon, soprano; Les Arts Florissants, dir. William Christie.

I. Lent, marqué et détaché

«Je ne verrai donc plus Enée!»
S’écria tristement Didon abandonnée,
«Il est donc vrai qu’il part?
Il fuit loin de ces bords,
Dieux que j’étois crédule!
Ô Dieux qu’il est perfide!
L’inconstant plus leger que le vent qui le guide
Me quitte sans regrets, me trahit sans remords.

II. Air lent

«O Toi, Déesse de Cithère,
Tendre Vénus, es-tu la mère
De l’ingrat qui m’a su charmer?
Non, non, il ne sait pas aimer.
Helas! Helas! Helas!
Pourquoi sait-il trop plaire?

III. Récitatif

«Infidèle, pourquoi quittez-vous ce rivage?
Les plaisirs et les jeux y voloient sur vos pas!
Pourquoi vouloir régner dans de lointains climats
Quand ma main vous offroit le sceptre de Carthage?
Perfide amant, funeste jour!
Faut-il que je trouve un volage
Dans le frère du tendre Amour?

IV. Vivement

Tirans de l’empire de l’Onde,
Grondez. Volez, vents furieux.
Élevez les flots jusqu’aux cieux!
Que tout l’Univers se confonde!
Tonnez, vengez mes feux trahis!
Justes Dieux, vengez mon injure!
Tonnez, embrasez un parjure
Dans le sein même de Thétis!

V. Récitatif

«Non, arretez.
Grands Dieux, gardez vous d’exaucer
Mon courroux légitime!
Laissez moi choisir ma victime:
Énée est dans mon cœur et je vais l’y percer.»
Sur un bûcher fatal, théâtre de sa rage,
Didon en ce moment se livre à la fureur.
Un fer, triste present que lui laisse un volage,
Un fer cruel lui perce enfin le cœur:
Mourante elle tombe, et son âme
Chérit encore l’ingrat qu’elle n’a pu toucher;
Elle expire sur le bûcher,
Le flambeau de l’Amour en alume la flamme.

VI. Air gai

Qu’il est dangereux
De se rendre aux vœux
D’un objet volage!
Un sensible cœur
Risque son bonheur
Le jour qu’il s’engage.
Que les seuls plaisirs
Fixent nos désirs:
Evitons les peines!
Amour, si les jeux
N’en forment les nœuds,
Je brise mes chaînes.

La Mort de Didon

Rio Grande

Constant Lambert (23 agosto 1905 - 21 agosto 1951): The Rio Grande, cantata per voce solista, coro, pianoforte, ottoni, archi e percussione (1927) su testo di Sacheverell Sitwell. Jean Temperley, mezzosoprano; London Madrigal Singers, dir. Christopher Bishop; London Symphony Orchestra, dir. André Previn.

By the Rio Grande
They dance no sarabande
On level banks like lawns above the glassy, lolling tide;
Nor sing they forlorn madrigals
Whose sad note stirs the sleeping gales
Till they wake among the trees and shake the boughs,
And fright the nightingales;
But they dance in the city, down the public squares,
On the marble pavers with each colour laid in shares,
At the open church doors loud with light within.
At the bell’s huge tolling,
By the river music, gurgling, thin
Through the soft Brazilian air.
The Comendador and Alguacil are there
On horseback, hid with feathers, loud and shrill
Blowing orders on their trumpets like a bird’s sharp bill
Through boughs, like a bitter wind, calling
They shine like steady starlight while those other sparks are failing
In burnished armour, with their plumes of fire,
Tireless while all others tire.
The noisy streets are empty and hushed is the town
To where, in the square, they dance and the band is playing;
Such a space of silence through the town to the river
That the water murmurs loud –
Above the band and crowd together;
And the strains of the sarabande,
More lively than a madrigal,
Go hand in hand
Like the river and its waterfall
As the great Rio Grande rolls down to the sea.
Loud is the marimba’s note
Above these half -salt waves,
And louder still the tympanum,
The plectrum, and the kettle-drum,
Sullen and menacing
Do these brazen voices ring.
They ride outside,
Above the salt-sea’s tide.
Till the ships at anchor there
Hear this enchantment,
Of the soft Brazilian air,
By those Southern winds wafted,
Slow and gentle,
Their fierceness tempered
By the air that flows between.