BWV 582 e trascrizioni

Johann Sebastian Bach (1685 - 28 luglio 1750): Passacaglia e Fuga in do minore BWV 582. Karl Richter, organo.


Trascrizione per pianoforte di Igor Žukov eseguita dal trascrittore.


Trascrizione per pianoforte di Krystian Zimerman eseguita dal trascrittore.


Trascrizione per orchestra di Ottorino Respighi. Royal Philharmonic Orchestra, dir. Andrew Litton.


Trascrizione per orchestra di Leopold Stokowski. International Festival Youth Orchestra diretta dal trascrittore.

BWV 582

Moderato ma grave

Tadeusz Baird (26 luglio 1928 - 1981): Sinfonia n. 3 (1969). Orkiestra Filharmonii Narodowej w Warszawie (Orchestra filarmonica nazionale di Varsavia), dir. Jan Krenz.

  1. Evocation: Poco andante improvvisando
  2. Andante moderato [4:23]
  3. Non troppo allegro [9:02]
  4. Epilogos: Moderato ma grave [11:17]

Ogni core può sperar

Agostino Steffani (25 luglio 1654 - 1728): «Ogni core può sperar», aria per soprano (Tanaquil), dal dramma per musica Servio Tullio (1686), atto II, scena 7ª. Cecilia Bartoli, soprano; I Barocchisti, dir. Diego Fasolis.

Ogni core può sperar,
solo il mio dee lagrimar.
La fortuna, ch’è tiranna,
mi condanna
a mai sempre sospirar.

Un sogno apocalittico

Alisa Firsova (24 luglio 1986): Bergen’s Bonfire – an apocalyptic dream per orchestra op. 31 (2015). Orchestra filarmonica di Bergen, dir. Andrew Litton.
Il brano è stato composto per celebrare il 250enario della compagine norvegese, che fra le orchestre in attività è una delle più antiche.

la prima

Non è di Vivaldi

Anonimo (sec. XVIII): Concerto in sol maggiore per violoncello e archi. Roel Dieltiens, violoncello; Ensemble Explorations.

  1. Allegro
  2. Siciliana [3:04]
  3. Alla breve [6:51]

Fino a relativamente poco tempo fa questo concerto era attribuito a Vivaldi e perciò inserito nel Répertoire Vivaldi (RV), il catalogo delle composizioni del maestro veneziano compilato da Peter Ryom, con il numero 415; studi recenti hanno appurato che si tratta di un’opera spuria, ragion per cui oggi nel RV figura come Anh. 146.

Non è di Vivaldi

Il vento e il leone

Jerry Goldsmith (1929 - 21 luglio 2004): Suite dalla colonna sonora del film The Wind and the Lion (1975) di John Milius. Münchner Symphoniker diretti dall’autore.

  1. Main Title
  2. The Riff – The Well [1:23]
  3. The Camp [2:34]
  4. The Palace [4:11]
  5. Raisuli Attacks – Guests of Raisuli (True Feelings) [5:22]
  6. Lord of the Riff [8:36]
  7. A Bid for Freedom (Something of Value) [10:11]
  8. End Title [13:36]

Un buon film, probabilmente il migliore di un regista a volte discusso per via delle idee politiche ultraconservatrici.
La sceneggiatura prende spunto da un fatto storico per raccontare i primi passi degli Stati Uniti quale potenza mondiale, subito dopo la guerra con la Spagna. Il film ha un buon ritmo e diverse scene spettacolari; quella (del tutto inventata rispetto alla realtà storica) con i marines che sbarcano a passo di corsa e sbaragliano in pochi secondi le forze del pascià di Tangeri ha una coreografia perfetta. Di pura fantasia è anche la vicenda quasi-sentimentale fra il capo berbero (Sean Connery) e la giovane vedova americana (Candice Bergen), ma è scritta molto bene. Quella che mi è rimasta più impressa è però la prestazione di Brian Keith nei panni di Teddy Roosevelt, secondo me da Oscar. John Huston ha un piccolo ruolo (il segretario di Stato), ma ovviamente si fa notare. Colonna sonora di Goldsmith candidata all’Academy Award, ma quell’anno la statuetta andò a John Williams per Lo squalo.

Il vento e il leone

You are like the Wind and I like the Lion.
You form the tempest.
The sand stings my eyes and the ground is parched.
I roar in defiance but you do not hear.
But between us there is a difference.
I, like the lion, must remain in my place.
While you, like the wind, will never know yours.

Light of the Seven

Ramin Djawadi (19 luglio 1974): Light of the Seven, dalla colonna sonora della serie televisiva Il trono di spade. Coro e Orchestra filarmonica di Praga, dir. Evan Jolly.
Il brano accompagna la scena iniziale («Scena del processo») del 10° episodio della 6a stagione (2016) del celebre sceneggiato prodotto da HBO.

GoT
RD

Paesaggi francescani

Gabriel Pierné (1863 - 17 luglio 1937): Paysages franciscains, suite per orchestra (1920). Orchestre philharmonique des Pays de Loire, dir. Pierre Dervaux.

  1. Au jardin de sainte Claire (Couvent de Saint-Damien)
  2. Les Olivaies de la plaine d’Assise (Crépuscule d’automne) [5:35]
  3. Sur la route de Poggio Bustone (La Procession) [12:20]

Big Brother Productions

Lorin Maazel (1930 - 13 luglio 2014): Ouverture per l’opera 1984 (2005). Coro e orchestra del Royal Opera House diretti dall’autore.
1984 di Maazel è un’opera in due atti il cui libretto (di J.D. McClatchy e Thomas Meehan) prende spunto dall’omonimo romanzo di George Orwell; fu rappresentata per la prima volta a Londra, Royal Opera House, il 3 maggio 2005.

LM

Mahler e il pappagallo

Gustav Mahler (7 luglio 1860 - 1911): Das Lied von der Erde, ciclo di Lieder per 2 voci soliste (tenore e contralto oppure baritono) e orchestra (1908-09); testi desunti dalla raccolta Die chinesische Flöte (1907) di Hans Bethge, con varie modifiche e interpolazioni del compositore. Kathleen Ferrier, contralto; Set Svanholm, tenore; New York Philharmonic, dir. Bruno Walter. Registrato nel 1948.

I. Das Trinklied vom Jammer der Erde (da Li Bai, 701 - 762)

Schon winkt der Wein im goldnen Pokale,
Doch trinkt noch nicht, erst sing ich euch ein Lied!
Das Lied vom Kummer soll auflachend
in die Seele euch klingen. Wenn der Kummer naht,
liegen wüst die Gärten der Seele,
Welkt hin und stirbt die Freude, der Gesang.
Dunkel ist das Leben, ist der Tod.

Herr dieses Hauses!
Dein Keller birgt die Fülle des goldenen Weins!
Hier, diese Laute nenn’ ich mein!
Die Laute schlagen und die Gläser leeren,
Das sind die Dinge, die zusammen passen.
Ein voller Becher Weins zur rechten Zeit
Ist mehr wert als alle Reiche dieser Erde!
Dunkel is das Leben, ist der Tod.

Das Firmament blaut ewig und die Erde
Wird lange fest stehen und aufblühn im Lenz.
Du aber, Mensch, wie lang lebst denn du?
Nicht hundert Jahre darfst du dich ergötzen
An all dem morschen Tande dieser Erde!

Seht dort hinab! Im Mondschein auf den Gräbern
hockt eine wildgespenstische Gestalt –
Ein Aff ist’s! Hört ihr, wie sein Heulen hinausgellt
in den süßen Duft des Lebens!
Jetzt nehm den Wein! Jetzt ist es Zeit, Genossen!
Leert eure goldnen Becher zu Grund!
Dunkel ist das Leben, ist der Tod!

II. Der Einsame im Herbst (da Qian Qi, 710 - 782) [8:31]

Herbstnebel wallen bläulich überm See;
Vom Reif bezogen stehen alle Gräser;
Man meint’, ein Künstler habe Staub vom Jade
Über die feinen Blüten ausgestreut.

Der süße Duft der Blumen is verflogen;
Ein kalter Wind beugt ihre Stengel nieder.
Bald werden die verwelkten, goldnen Blätter
Der Lotosblüten auf dem Wasser ziehn.

Mein Herz ist müde. Meine kleine Lampe
Erlosch mit Knistern;
es gemahnt mich an den Schlaf.
Ich komm zu dir, traute Ruhestätte!
Ja, gib mir Ruh, ich hab Erquickung not!

Ich weine viel in meinen Einsamkeiten.
Der Herbst in meinem Herzen währt zu lange.
Sonne der Liebe, willst du nie mehr scheinen,
Um meine bittern Tränen mild aufzutrocknen?

III. Von der Jugend (forse da Li Bai) [17:27]

Mitten in dem kleinen Teiche
Steht ein Pavillon aus grünem
Und aus weißem Porzellan.

Wie der Rücken eines Tigers
Wölbt die Brücke sich aus Jade
Zu dem Pavillon hinüber.

In dem Häuschen sitzen Freunde,
Schön gekleidet, trinken, plaudern,
Manche schreiben Verse nieder.

Ihre seidnen Ärmel gleiten
Rückwärts, ihre seidnen Mützen
Hocken lustig tief im Nacken.

Auf des kleinen Teiches stiller
Wasserfläche zeigt sich alles
Wunderlich im Spiegelbilde,

Alles auf dem Kopfe stehend
In dem Pavillon aus grünem
Und aus weißem Porzellan;

Wie ein Halbmond steht die Brücke,
Umgekehrt der Bogen. Freunde,
Schön gekleidet, trinken, plaudern.

IV. Von der Schönheit (da Li Bai) [20:24]

Junge Mädchen pflücken Blumen,
Pflücken Lotosblumen an dem Uferrande.
Zwischen Büschen und Blättern sitzen sie,
Sammeln Blüten in den Schoß und rufen
Sich einander Neckereien zu.

Goldne Sonne webt um die Gestalten,
Spiegelt sie im blanken Wasser wider.
Sonne spiegelt ihre schlanken Glieder,
Ihre süßen Augen wider,
Und der Zephyr hebt mit Schmeichelkosen das Gewebe
Ihrer Ärmel auf, führt den Zauber
Ihrer Wohlgerüche durch die Luft.

O sieh, was tummeln sich für schöne Knaben
Dort an dem Uferrand auf mut’gen Rossen,
Weithin glänzend wie die Sonnenstrahlen;
Schon zwischen dem Geäst der grünen Weiden
Trabt das jungfrische Volk einher!
Das Roß des einen wiehert fröhlich auf
Und scheut und saust dahin;
Über Blumen, Gräser, wanken hin die Hufe,
Sie zerstampfen jäh im Sturm die hingesunknen Blüten.
Hei! Wie flattern im Taumel seine Mähnen,
Dampfen heiß die Nüstern!
Goldne Sonne webt um die Gestalten,
Spiegelt sie im blanken Wasser wider.

Und die schönste von den Jungfraun sendet
Lange Blicke ihm der Sehnsucht nach.
Ihre stolze Haltung is nur Verstellung.
In dem Funkeln ihrer großen Augen,
In dem Dunkel ihres heißen Blicks
Schwingt klagend noch die Erregung ihres Herzens nach.

V. Der Trunkene im Frühling (da Li Bai) [26:45]

Wenn nur ein Traum das Leben ist,
Warum denn Müh und Plag?
Ich trinke, bis ich nicht mehr kann,
Den ganzen, lieben Tag!

Und wenn ich nicht mehr trinken kann,
Weil Kehl und Seele voll,
So tauml’ ich bis zu meiner Tür
Und schlafe wundervoll!

Was hör ich beim Erwachen? Horch!
Ein Vogel singt im Baum.
Ich frag ihn, ob schon Frühling sei,
Mir ist als wie im Traum.

Der Vogel zwitschert: “Ja! Der Lenz
Ist da, sei kommen über Nacht!”
Aus tiefstem Schauen lausch ich auf,
Der Vogel singt und lacht!

Ich fülle mir den Becher neu
Und leer ihn bis zum Grund
Und singe, bis der Mond erglänzt
Am schwarzen Firmament!

Und wenn ich nicht mehr singen kann,
So schlaf ich wieder ein,
Was geht mich denn der Frühling an!?
Laßt mich betrunken sein!

VI. Der Abschied (da Meng Haoran, 689 - 740, e Wang Wei, 699 - 759) [30:56]

Die Sonne scheidet hinter dem Gebirge.
In alle Taeler steigt der Abend nieder
Mit seinen Schatten, die voll Kuehlung sind.
O sieh! Wie eine Silberbarke schwebt
Der Mond am blauen Himmelssee herauf.
Ich spuere eines feinen Windes Weh’n
Hinter den dunklen Fichten!

Der Bach singt voller Wohllaut
durch das Dunkel.
Die Blumen blassen im Daemmerschein.
Die Erde atmet voll von Ruh’ und Schlaf,
Alle Sehnsucht will nun traeumen.
Die mueden Menschen geh’n heimwaerts,
Um im Schlaf vergess’nes Glueck
Und Jugend neu zu lernen!
Die Voegel hocken still in ihren Zweigen.
Die Welt schlaft ein!

Es wehet kuehl im Schatten meiner Fichten.
Ich stehe hier und harre meines Freundes;
Ich harre sein zum letzten Lebewohl.
Ich sehne mich, o Freund, an deiner Seite
Die Schoenheit dieses Abends zu geniessen.
Wo bleibst du? Du laesst mich lang allein!
Ich wandle auf und nieder mit meiner Laute
Auf Wegen, die vom weichen Grase schwellen.
O Schoenheit!
O ewigen Liebens – Lebens – Trunk’ne welt!

Er stieg vom Pferd und reichte ihm
Den Trunk des Abschieds dar.
Er fragte ihn, wohin er fuehre
Und auch warum es muesste sein.
Er sprach, seine Stimme war umflort:
Du, mein Freund,
Mir war auf dieser Welt das Glueck nicht hold!
Wohin ich geh’?
Ich geh’, ich wand’re in die Berge.
Ich suche Ruhe fuer mein einsam Herz.
Ich wandle nach der Heimat, meiner Staette.
Ich werde niemals in die Ferne schweifen.
Still ist mein Herz und harret seiner Stunde!
Die liebe Erde allueberall
Blueht auf im Lenz und gruent aufs neu!
Allueberall und ewig blauen licht die Fernen!
Ewig… ewig…


Mahler allora aveva composto otto sinfonie e messo in musica un gran numero di poesie. Si era mosso dalla composizione polifonica a quella a voci diverse, talvolta sonorità e forme senza architettura nascondevano un anelito inquieto verso qualcosa di ancora proibito: la cacofonia. Quando componeva, lasciava pendere all’angolo della bocca un sigaro spento; si isolava in un piccolo chalet sul pendio della montagna sovrastante la loro dimora estiva.

Le sue sinfonie le scriveva sempre partendo dalla fine, sì, era il motivo per cui in generale era diventato compositore: per scoprire come avesse effettivamente inizio la musica. E nemmeno pensava seguendo un percorso piano e orizzontale come tutti gli altri, ma procedendo a grandi balzi.

[…]

Quella sera Alma lesse ad alta voce da Die chinesische Flöte per Mahler, che aveva trascorso tutta la giornata chiuso nel piccolo chalet sul pendio a lavorare a un andante comodo in re maggiore, una sequenza di suoni che potevano costituire il finale di un’ulteriore opera sinfonica.

Sì, quelle poesie le conosceva fin troppo bene da tempo. Talvolta ne era rimasto profondamente toccato. Era stato perfino convinto di avere il dovere di metterle in musica. […] Però non aveva mai trovato la via giusta per affrontare quel lavoro.

[…]

Il mattino seguente, mentre era in cammino verso il suo quaderno di musica e il suo pianoforte, Mahler si imbatté in uno dei contadini del villaggio. Grüss Gott, dissero entrambi. Poi Mahler sentì il contadino fischiettare un motivetto dall’angolo della bocca.

Si fermò ad ascoltare.

Curioso, disse fra sé. Curioso.

Mentre il contadino ripeteva instancabilmente la sua piccola melodia, Mahler si voltò e lo raggiunse di cor­sa. Ansimava pesantemente quando si fermò davanti al contadino fischiettante, il cuore di Mahler era già allora affetto da qualcosa di sconosciuto e ineluttabile. E domandò:

Mio ottimo signor coltivatore, dove avete preso quella melodia?

Melodia? disse il contadino.

Sì, disse Mahler, voi stavate fischiettando una melodia dall’angolo della bocca.

Non lo sapevo, disse il contadino.

No, disse Mahler, così è la musica, quasi sempre.

Volete dire questo pezzetto? disse il contadino. E nell’angolo sinistro della bocca fi­schiettò le cinque note do - re - mi - sol - la.

Proprio quello, disse Mahler. Proprio quello.

Ah, disse il contadino. Era un uccello. Un uccello variopinto dentro una gabbia, dei signori di Vienna si erano stancati di averlo, dicevano che era un’ara, e cantava a questo modo ogni giorno e notte. Se non gli mettevamo sopra la coperta.

Grazie, disse Mahler. Vi sono infinitamente grato.

Oh, fece il contadino. Di niente.

Fu ciò che diede l’avvio al lavoro. Per la prima volta in vita sua, Mahler scrisse con il pensiero rivolto tutto il tempo verso la fine, adesso sapeva come tutto avesse avuto inizio, il canto della miseria sulla terra.

(Da Il pappagallo di Mahler (1999) di Torgny Lindgren.
Traduzione di Carmen Giorgetti Cima, © Iperborea 2002)

Impressions d’Italie

Gustave Charpentier (25 giugno 1860 - 1956): Impressions d’Italie, suite symphonique (1889). Orchestre de la Societe des Concerts du Conservatoire, dir. Albert Wolff.

  1. Sérénade: Assez vite
  2. À la fontaine: Tranquille [8:55]
  3. À mules: Allegretto [12:50]
  4. Sur les cimes: Moderato [18:14]
  5. Napoli: Allegro non troppo [25:01]

Concerto per violoncello – XV: militare

Jacques Offenbach (20 giugno 1819 - 1880): Grand Concerto in sol maggiore per violoncello e orchestra, detto Concerto militaire (1847-48). Edgar Moreau, violoncello; Les Forces Majeures, dir. Raphaël Merlin.

  1. Allegro maestoso
  2. Andante
  3. Allegretto

BWV 21

Johann Sebastian Bach (1685-1750): Ich hatte viel Bekümmernis, cantata BWV 21, eseguita per la prima volta a Weimar il 17 giugno 1714. Ivan Podyomov, oboe; Stefanie True, soprano; Ulrike Malotta, contralto; Guy Cutting, tenore; Felix Schwandtke, basso; Netherlands Bach Society; Shunske Sato, violino e direzione.

    Parte 1ª

  1. Sinfonia
  2. Coro: Ich hatte viel Bekümmernis in meinem Herzen [3:08]
      Ich hatte viel Bekümmernis in meinem Herzen;
      aber deine Tröstungen erquicken meine Seele.

  3. Aria (soprano): Seufzer, Tränen, Kummer, Not [7:13]
      Seufzer, Tränen, Kummer, Not,
      Ängstlichs Sehnen, Furcht und Tod
      Nagen mein beklemmtes Herz,
      Ich empfinde Jammer, Schmerz.

  4. Recitativo (tenore): Wie hast du dich, mein Gott [11:55]
      Wie hast du dich, mein Gott,
      In meiner Not,
      In meiner Furcht und Zagen
      Denn ganz von mir gewandt?
      Ach! kennst du nicht dein Kind?
      Ach! hörst du nicht das Klagen
      Von denen, die dir sind
      Mit Bund und Treu verwandt?
      Da warest meine Lust
      Und bist mir grausam worden;
      Ich suche dich an allen Orten,
      Ich ruf und schrei dir nach,
      Allein mein Weh und Ach!
      Scheint itzt, als sei es dir ganz unbewusst.

  5. Aria (tenore): Bäche von gesalznen Zähren [13:28]
      Bäche von gesalznen Zähren,
      Fluten rauschen stets einher.
      Sturm und Wellen mich versehren,
      Und dies trübsalsvolle Meer
      Will mir Geist und Leben schwächen,
      Mast und Anker wollen brechen,
      Hier versink ich in den Grund,
      Dort seh ins der Hölle Schlund.

  6. Coro: Was betrübst du dich [18:38]
      Was betrübst du dich, meine Seele,
      und bist so unruhig in mir?
      Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken,
      dass er meines Angesichtes Hilfe und mein Gott ist.


    Parte 2ª
  7. Recitativo (soprano: l’Anima; basso: Gesù): Ach Jesu, meine Ruh [22:17]
    Soprano:
      Ach Jesu, meine Ruh,
      mein Licht, wo bleibest du?
    Basso:
      O Seele, sieh! ich bin bei dir.
    Soprano:
      Bei mir?
      Hier ist ja lauter Nacht.
    Basso:
      Ich bin dein treuer Freund,
      der auch im Dunkeln wacht,
      wo lauter Schalken seind.
    Soprano:
      Brich doch mit deinem Glanz
      und Licht
      des Trostes ein!
    Basso:
      Die Stunde kömmet schon,
      da deines Kampfes Kron
      dir wird ein süßes Labsal sein.

  8. Aria (duetto: soprano e basso c.s.): Komm, mein Jesu, und erquicke/Ja, ich komme und erquicke [23:46]
    Soprano:
      Komm, mein Jesu, und erquicke
    Basso:
      Ja, ich komme und erquicke
    Soprano:
      und erfreu mit deinem Blicke!
    Basso:
      dich mit meinem Gnadenblicke.
    Soprano:
      Diese Seele,
    Basso:
      Deine Seele,
    Soprano:
      die soll sterben
    Basso:
      die soll leben
    Soprano:
      und nicht leben,
    Basso:
      und nicht sterben,
    Soprano:
      und in ihrer Unglückshöhle
    Basso:
      hier aus dieser Wunden Höhle
    Soprano:
      ganz verderben.
    Basso:
      sollt du erben.
    Soprano:
      Ich muß stets in Kummer schweben,
    Basso:
      Heil durch diesen Saft der Reben,
    Soprano:
      ja, ach ja, ich bin verloren,
    Basso:
      nein, ach nein, du bist erkoren,
    Soprano:
      nein, ach nein, du hassest mich.
    Basso:
      ja, ach ja, ich liebe dich.
    Soprano:
      Ach, Jesu, durchsüße mir Seele und Herze!
    Basso:
      Entweichet, ihr Sorgen,
      verschwinde, du Schmerze!

  9. Coro: Sei nun wieder zufrieden, meine Seele [27:58]
      Sei nun wieder zufrieden,
      meine Seele, denn der Herr
      tut dir Guts.
      Was helfen uns die schweren Sorgen,
      was hilft uns unser Weh und Ach?
      Was hilft es, daß wir alle Morgen
      beseufzen unser Ungemach?
      Wir machen unser Kreuz und Leid
      nur größer durch die Traurigkeit.
      Denk nicht in deiner Drangsalshitze,
      daß du von Gott verlassen seist,
      und daß Gott der im Schoße sitze,
      der sich mit stetem Glücke speist.
      Die folgend Zeit verändert viel
      und setzet jeglichem sein Ziel.

  10. Aria (tenore): Erfreue dich, Seele, erfreue dich, Herze [32:42]
      Erfreue dich, Seele, erfreue dich, Herze,
      Entweiche nun, Kummer, verschwinde, du Schmerze!
      Verwandle dich, Weinen, in lauteren Wein,
      Es wird nun mein Ächzen ein Jauchzen mir sein!
      Es brennet und sammet die reineste Kerze
      Der Liebe, des Trostes in Seele und Brust,
      Weil Jesus mich tröstet mit himmlischer Lust.

  11. Coro: Das Lamm, das erwürget ist [35:39]
      Das Lamm, das erwürget ist, ist würdig zu nehmen
      Kraft und Reichtum und Weisheit und Stärke
      und Ehre und Preis und Lob.
      Lob und Ehre und Preis und Gewalt
      sei unserm Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit.
      Amen, Alleluja!